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Interview Florian Jablonska

Florian Jablonska ist Geschäftsführer der JacoL – FPGA-Entwicklungen GmbH. Er beschäftigt sich seit knapp zehn Jahren mit unterschiedlichsten Projekten rund im Bereich der FPGA-Entwicklung und gleichzeitig mein Kompagnon.

Florian Jablonska im Interview

Herr Jablonska stellen Sie sich und Ihr Unternehmen doch kurz vor.

Unser Unternehmen hat sich wie der Name schon sagt im Bereich der FPGA Entwicklung spezialisiert. Hier schöpfen wir bei der Bearbeitung der Projekte unserer Kunden die Möglichkeiten dieser hoch performanten Technologie voll aus.

Im Vordergrund steht für uns dabei der Nutzen für den Kunden und wir sind steht´s bestrebt ihm in jedem Moment ein sicheres Gefühl im Umgang mit der FPGA Technologie zu geben. Wir verstehen uns hier selbst auch als Dienstleister und greifen durch die enge Verknüpfung der FPGAs mit der umliegenden Hardware ebenfalls auf unser Know-How in der Schaltungsintegration zurück. Da der Einsatz eines FPGAs an dieser Stelle meist ein detailliertes Verständnis des Gesamtsystems unabdingbar macht, ist es unser Ziel dieses Verständnis gemeinsam mit dem Kunden zu schärfen, um an kritischen Stellen eine Optimierung des Systems auf verschiedenen Ebenen zu erreichen. Eine enge Zusammenarbeit mit dem Kunden ist uns damit zu jeder Zeit sehr wichtig.

Worin sehen Sie die Potenziale der FPGA-Technologie?

Die Zukunft der FPGAs liegt für uns ganz klar im Bereich der der Echtzeiterfassung und –bearbeitung von Daten und Sensoren. Die taktbasierten Zustandsmaschinen die wir in den Bausteinen erstellen können Systeme bis an ihre physikalischen Grenzen treiben. Die Möglichkeiten der Parallelisierung zusammen mit der hohen Flexibilität der FPGAs wird sich vor allem im Bereich der Sensorik weiter verstärkt ausbreiten und damit zur Synchronisation der verschiedenen Teilnehmer im Nanosekundenbereich beitragen.

Performante Systeme werden sich in Zukunft durch die Erfassung der Daten durch FPGAs und das Prozessieren der Daten in einem großen zentralen Rechensystem auszeichnen.

Dabei wird die Weiterentwicklung der integrierten High-Speed-Transceiver zur schnellen Übertragung von Datenströmen im FPGA eine große Rolle spielen.

Aber auch die Integration der Prozessoren darf dabei nicht außer Acht gelassen werden. In sich geschlossen Teilsysteme werden das übergelagerte Zentralsystem mit vorprozessierten Daten versorgen und von dort lediglich überwacht. Mögen beide Szenarien sich im ersten Moment wiedersprechen, schließen sie sich je nach Anwendungsfall keineswegs aus. FPGAs sind auf einem guten Weg beides zu ermöglichen.

In welchem Bereich setzen Sie FPGAs in der Entwicklung ein?

FPGAs setzen wir vor allem dann ein wenn es schnell gehen muss, ein hoher Grad an Genauigkeit und gleichzeitig eine harte Anforderung an Synchronisation gestellt wird.

Auch hier steht die Sensorik erneut im Vordergrund. Weitere Einsatzgebiete finden sich ebenfalls in der Bildverarbeitung, bei der der schnelle Transport von Daten von großer Bedeutung ist.

FPGAs sind durch die große Palette an verfügbaren IP-Cores in der Lage verschiedenste Bussysteme und Schnittstellen zu integrieren. Durch die Möglichkeiten die eingelesenen Datenströme taktbasiert zu verändern, kann der µC teilweise entlastet bzw. die Performance des Gesamtsystems noch verbessert werden.

Jeder Anbieter von FPGA-Bausteinen hat seine Vor- und Nachteile. Welchen Anbieter von FPGA-Bausteinen ist Ihr persönlicher Favorit und weshalb?

Grundsätzlich gibt es keinen Grund einen der Hersteller besonders negativ oder positiv hervorzuheben. Stellen Altera und Xilinx durch ihre Verkaufszahlen sicher die beiden  Marktführer in diesem Bereich, hat gerade Lattice gezeigt was vor allem in Richtung Kompaktheit auf uns zu kommt.

Wie sehen Sie die Entwicklung im Bereich der FPGA-Bausteine in der Zukunft?

Geschwindigkeit, Integration und Größe werden auch bei FPGAs im Vordergrund stehen. Die Bausteine werden mit immer höheren Taktraten betrieben werden können. Dabei werden sie zunehmend an die bereits bestehenden Bussysteme angekoppelt und dadurch immer leichter an die klassischen Rechensystem angebunden. Zusätzlich zu steigenden Taktraten wird auch das Verhältnis der Logikgatter und RAM-Zellen pro Baustein weiter steigen.

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